Die Blutegeltherapie ist eine sehr alte Heilweise, deren Aufzeichnungen bis weit in die Zeit v. Chr. reichen. Schon damals hatte man die heilenden Eigenschaften des Blutegelspeichels erkannt.
Bis heute sind nicht annähernd alle Wirkstoffe bekannt und chemisch bestimmt. Man nimmt an, dass es zwischen 30 und 100 verschiedene medizinisch wirksame Substanzen gibt, die beim Saugvorgang abgegeben werden.
Das bekannteste Sekret ist Hirudin.

Die Wirkstoffe des Blutegels fördern u.a. die lokale Blutzirkulation und helfen dadurch besonders effektiv gegen schmerzhafte Entzündungen. Aber auch chronische ERkrnkungen können durch die stark verbesserte Stoffwechselsituation  nach der Blutegelbehandlung positiv beeinflußt werden.

Ein Vorteil der Blutegelbehandlung besteht darin, dass innere Organe nicht belastet werden.
Dadurch ist die diese Form der Therapie auch sehr gut für alte Tiere geeignet.

Beim Biß des Egels wird in die Wunde ein schmerzlindernder Stoff abgegeben, wodurch die Behandlung selbst ist fast schmerzfrei ist, vielleicht vergleichbar mit dem Berühren von Brennnesseln. Darum akzeptieren Tiere in der Regel die Behandlung sehr geduldig und ohne Abwehrreaktion.
Allerdings ist das Schmerzempfinden sehr individuell und abhängig von der Ansatzstelle.

Eine sorgfältige Abwägung sollte dennoch in jedem Fall erfolgen, da es durch die kurzfristige herabgesetzte Blutgerinnung nach der Behandlung zu stärkeren Blutungen (je nach Egel zu ca. 50 ml Blutverlust) kommen kann.

Der heilende Effekt kann je nach Erkrankung u.U. sogar schon unmittelbar im Anschluß an die Behandlung auftreten und hält häufig monatelang an.