4 einfache Tipps, um Futterreste länger aufzubewahren

Wir werden öfter mal gefragt, ob man geöffnete Futterdosen im Kühlschrank aufbewahren könne?

Ja, man kann! 

Allerdings hängt es von der Art der Futterreste ab, wie lange man sie lagert. 

Nach unseren Erfahrungen und laut Aussagen von Herstellern ist eine Lagerung von 3 - 4 Tagen bei konserviertem Futter (also Nassfutter in Dosen) überhaupt kein Problem. 

Vorausgesetzt, man beachtet ein paar Dinge:

1. Die ungeöffnete Dose ist in einwandfreiem Zustand, hat keinen Rost angesetzt, der Deckel ist unversehrt, keine Wölbung des Dosenbodens, beim Öffnen riecht das Futter einwandfrei, Farbe sowie Konsistenz wirken frisch.

2. Die geöffnete Dose wird nicht all zu lange außerhalb des Kühlschrankes stehen gelassen. Je mehr Luft mit dem Doseninhalt in Berührung kommt, um so mehr können unter Umständen instabile Futterbestandteile, wie Vitamine durch Sauerstoffeinwirkung zersetzt werden (dies nennt man Oxidation). Damit ist das Futter mit der Zeit nicht mehr so gesund und gehaltvoll wie kurz nach dem Öffnen. Es kann auch Konsistenz und Farbe verändern.

3. Nach Entnahme des benötigten Futters sollte die Dose mit einem Deckel verschlossen und ins Kühlschrankfach gestellt werden. Das erhält das Futter weitestgehend frisch und außerdem riecht es im Kühlschrank nicht.

4. Beim Entnehmen des Futters wird mit sauberem Besteck gearbeitet. Der Doseninhalt wird nicht durch andere Lebensmittel oder Speichel verunreinigt.

 

Bei frischem Fleisch oder aufgetautem Frostfutter sollte man schon genauer hinsehen. 

Aber auch hier sind 2 - 3 Tage in der Regel kein Problem. 

Im Gegenteil, Hunde und auch ihre wölfischen Verwandten, können Fleisch, dass für den Menschen als verdorben gilt, gut verdauen. Durch die im Fleisch befindlichen Bakterien wird es zersetzt und dadurch wird die Verdauung unterstützt. 

Das ist auch einer der Gründe, warum Hunde ihr Futter vergraben. Nach Wochen wird es wieder ausgegraben und gefressen,  ohne dass sie Schaden nehmen. 

Dazu kommt, dass die Salzsäure im Hundemagen viel stärker konzentriert ist als beim Menschen (wie in einem vorherigen Beitrag schon erklärt). 

Der pH-Wert im Magen von Hunden liegt < 1, bei der Katze bei 1 - 2, beim Menschen jedoch zwischen 4 und 5.

 

Bei Katzen sollte man nur 2 - 3 Tage Aufbewahrungszeit  einplanen. 

Das hat nichts mit der Haltbarkeit insgesamt zu tun, sondern damit, dass Katzen viel wählerischer sind, was die Qualität ihres Futters angeht. Dieses muss immer frisch und aromatisch riechen, sonst wird es ganz schnell verschmäht. 

Sowohl für Katzen- als auch für Hundefutter gilt, niemals sofort aus dem Kühlschrank füttern! 

Es sollte immer Zimmertemperatur haben. 

Bei Katzen wäre Mäuse-Körpertemperatur optimal. Eine erlegte Maus wird schließlich frisch, also noch körperwarm, gefressen (die Temperatur bei einer Maus liegt bei ca. 36,6 °C).

Das erreicht man gut durch Übergießen mit heißem Wasser. 

Dann noch einmal umrühren, damit das Futter im Napf gleichmäßig warm ist. 

Gerade für Katzen hat das den Vorteil, dass das Fressen aromatischer riecht und daher besser angenommen wird. 

Außerdem wird durch die Wasserzugabe bei jeder Fütterung die aufgenommene Flüssigkeitsmenge erhöht.

 

Ein Extra-Tipp von uns:

Zum Aufbewahren von Futterresten eignen sich besonders gut sauber ausgewaschene Konservengläser (siehe Foto).

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Wir füllen das Futter (sowohl rohes Fleisch, Nassfutter als auch gekochtes Gemüse oder andere Beilagen) sofort nach Dosenöffnung darin um. Das geht schnell, so dass es zu keinem Qualitätsverlust kommt. 

Man kann die Gläser mit dem Namen des Tieres beschriften. Das empfiehlt sich besonders, wenn man mehrere Hausgenossen hat. 

So ist es auch für "fremde" Dosenöffner oder Urlaubsvertretungen leicht zu unterscheiden, für wen welches Futter bestimmt ist.   

Hat man möglicher Weise ein kleines Sensibelchen oder einen Allergiker zu Hause, ist es besonders wichtig, zum richtigen Futter zu greifen.

Gläser haben auch den Vorteil, dass ihr Inhalt keine chemische Reaktion mit der Plastikbeschichtung des Doseninneren eingeht. Außerdem vermeidet man ein eventuelles Austreten von Weichmachern in das Futter, wie es bei den üblichen Lebensmittel-Tupper-Dosen passieren kann.

 

Wenn die umgefüllten Konserven gut gekühlt werden, braucht man keine Angst vor Fäulnisvorgängen zu haben. 

Das oftmals gefürchtete giftige Botulinum-Toxin entsteht nur, wenn das Bakterium Clostridium botulinum bereits in der Konserve vorhanden ist. 

Es entwickelt sich allerdings nur, wenn die Bakteriensporen keinen Kontakt mit Luft (Sauerstoff) haben, z.B. in einem Vakuum (man spricht auch von anaeroben Bakterien). 

Wurde die Dose geöffnet, gelangt Luft und damit Sauerstoff an die Konserve. Unter diesen Bedingungen können sich aus eventuell vorhandenen Botulinum-Sporen keine Botulinum-Bakterien mehr entwickeln. 

Somit können wir festhalten:

Bei Beachtung der vier Punkte oben kann man Naßfutterreste durchaus zwischen 2 und 4 Tagen im Kühlschrank aufbewahren, ohne dass das Futter Schaden nimmt.

Auf Hygiene ist in jedem Fall zu achten und das Ausgangsbehältnis sollte zuvor in unversehrtem Zustand sein.

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